Formate

Audio & Video Formate im Überblick

Musik-CD:

AIF: Musikformat für den Apple Macintosh.

CDA: Dieses Fomat steht für CD-DA (Compact Disc Digital Audio) und ist heute der Standard für Musik-Datenträger (Red Book). Compact Disc Digital Audio steht für die klassische Musik-CD mit 74 Minuten Spieldauer.

MID: Diese Endung kennzeichnet Midi-Dateien (Musical Instrument Digital Interface), die mittels Midi-Sequenzer erstellt wurden. Ein Midi-Sequenzer ist ein Programm, das elektronische Musikinstrumente automatisch ansteuern sowie die dazu notwendigen Informationen bearbeiten und speichern kann. Diese Dateien enthalten keine Tonaufzeichnungen, sondern nur Infos zu Tonhöhe, -dauer und –dynamik.

MP3: Dateien mit dieser Endung sind komprimierte Audiodateien. Sie wurden mit Hilfe des gängigsten Komprimierverfahrens ins MP3 Format ( genauer: MPEG 1 Layer 3) encodiert. Mittels Decoder lassen sich diese Musikstücke am PC oder in einem MP3-fähigen Audio-Player abspielen. Als ideale Kompressionsrate hat sich der Faktor 1:11 zur unkomprimierten Audiodatei herauskristallisiert. Das entspricht einem Datenstrom von 128 KBit pro Sekunde. Ein Song von einer Minute Länge benötigt damit rund 0,9 MB (128 KBit/s * 60 = 7680 KBit/Minute. 7680 KBit/Minute / 8 = 960 KB/Minute / 1024 = 0,94 MB/Minute).

Dazu analysiert der MP3-Encoder das Frequenzspektrum der WAV-Datei und entfernt hohe und tiefe Töne, die vom menschlichen Ohr eh kaum wahrgenommen werden.

Mp3pro: Weiterentwicklung von MP3. Ein Musikstück, das bei 64 KBit pro Sekunde im MP3pro-Format komprimiert wurde, soll genau so gut klingen wie ein MP3-komprimiertes bei 128 KBit pro Sekunde. Die Dateiendung lautet ebenfalls MP3.

MPG: Endung für komprimierte Audio- und Videodaten im MPEG-Format

OGG: Lieder mit dieser Dateiendung sind im Ogg-Vorbis-Format erstellt. Es ist ein Kompresssionsformat, das feste und variable Bitraten von 16 bis 350 KBit pro Sekunde pro Kanal unterstützt.

PCM: Verfahren, nach dem Musik-CDs erstellt werden: PCM (Pulse Code Modulation) bedeutet, dass ein analoges Tonsignal mit einem Impuls (pulse) multipliziert (moduliert) wird. Das Ergebnis wird mit der Abtasttiefe von 16 Bit (Stereo) dargestellt. Die Abtastrate beträgt 44,1 kHz, das Tonmaterial wird also 44100 Mal je Sekunde abgetastet (digitalisiert).

SND: Musik-Dateiformat, das etwa die Firmen Next und Sun verwenden. Übliche Abtastraten sind 8, 22 oder 44 kHz.


VQF: Audio-Kompressionsformat, das kleinere Dateien als MP3 erzeugt und dennoch eine höhere Qualität bietet.

WAV: WAV-Dateien sind in der Windows-Welt das Standard-Audio-Format. Sie enthalten die Audio-Information unkomprimiert. Der Datenstrom beträgt 1411,2 KBit pro Sekunde. Ein Musikstück von einer Minute Länge verschlingt damit rund 10,3 MB an Speicher (1411,2 KBit/s * 60 = 84.672 KBit/Minute. 84.672 KBit/Minute / 8 = 10584 KB/Minute. 10.584 KB/Minute / 1024 = 10,3 MB/Minute).

WMA: Windows Media Audio ist ein Microsoft-eigener Standard für digitale Musik, erkennbar an der Dateiendung ‚wma‘. Er wird vom Windows Media Player ab Version 7 unterstützt. WMA bietet eine gute Tonqualität bei einer hohen Datenkompression und beinhaltet (im Gegensatz zu MP3) gleichzeitig einen Kopierschutz, der auf der Windows-Media-Digital-Rights-Management-Technik (DRM) basiert.

Audio & Video DVD:

DVD-ROM

Digital Versatile Disc (DVD) ist das Standard DVD-Format und bedeutet zu deutsch „digitale Videoscheibe“. Sie sieht aus wie eine CD, bietet jedoch mehr Speicherplatz. Sie bezeichnet allgemein das Lesen-Format für Daten, das jeder Player und jedes Laufwerk abspielen kann.

Spezielle Bezeichnungen unterteilen die DVD-ROM noch einmal je nach Kapazität:

Single-Layer

  • DVD-5 mit 4,7 GB Kapazität (eine Schicht)

Dual-Layer

  • DVD-9 mit 8,5 GB Kapazität (zwei Schichten)

  • DVD-10 mit 2 x 4,7 GB Kapazität (je eine Schicht auf Vorderseite und Rückseite)

  • DVD-14 mit 8,5 GB und 4,7 GB Kapazität (eine Seite 1 Schicht (Single Layer) und eine Seite 2 Schichten (Dual Layer)

  • DVD-18 mit 2 × 8,5 GB Kapazität (2 Schichten je Vorder- und Rückseite) Dual-Layer-Format

DVD-Video Die Video-DVD ermöglicht die Wiedergabe von bewegten Bildern und Ton.


DVD-Audio Die DVD-Audio ermöglicht die Wiedergabe von Standbildern und Ton.


DVD-R Die DVD-R (Digital Versatile Disc – Recordable) bezeichnet das so genannte – (Minus) Format und ist eine einmalig beschreibbare DVD-ROM. Beim Beschreiben mit einem DVD-Brenner müssen dafür spezielle DVD-R Rohlinge verwendet werden und auch der DVD-Brenner muß das DVD-R Schreibformat unterstützen. Die DVD-R wurde vom DVD-Forum entwickelt.

DVD+R Die DVD+R (Digital Versatile Disc + Recordable) bezeichnet das sogenannte + (Plus) Format und ist eine einmalig beschreibbare DVD-ROM. Beim Beschreiben mit einem DVD-Brenner müssen dafür spezielle DVD+R Rohlinge verwendet werden und auch der DVD-Brenner muß das DVD+R Schreibformat unterstützen. Die DVD+R wurdem von der DVD+RW Allianz entwickelt, der u.a. Hewlett-Packard, Mitsubishi, Philips, Ricoh, Sony, Yamaha sowie weitere Firmen angehören.

DVD-RW Die Digital Versatile Disc – Rewritable ist eine DVD-R, die wiederbeschreibbar ist (bis zu 1000 Mal).

DVD+RW Die Digital Versatile Disc + Rewritable ist eine DVD+R, die wiederbeschreibbar ist (bis zu 1000 Mal).

DVD-RAM Eine DVD-RAM ist eine wiederbeschreibbare DVD (bis zu 100.000 Mal) mit verschiedenen Kapazitäten – zwischen 2,6, 4,6 GByte, 5,2 und 9,4 GByte. Das Format wird selten genutzt und benötigt ein DVD-RAM kompatibles Abspielgerät. Die Zukunft der DVD steht schon in den Startlöchern: Blu-ray Disc (BRD) und High Density DVD (HD-DVD). Diese DVDs werden mit einem speziellen blauen Laser abgetastet und sollen so noch höhere Datenmengen zulassen.

Was ist Blu-ray?

Die Blu-ray Disc™ (abgekürzt: BD) ist ein optisches Speichermedium der nächsten Generation für sehr große Datenmengen.

Auf einer Disc bzw. Scheibe können bis zu 25 GB (Single Layer, eine Datenschicht) oder sogar 50 GB (Double Layer, zwei Datenschichten) gespeichert werden – und das bei den Abmessungen einer herkömmlichen DVD, die mit 4,5 bzw. 9 GB nur ein Fünftel dieser Kapazität hat.

Der Name Blu-ray bedeutet wörtlich übersetzt „blauer Lichtstrahl“ und bezieht sich auf den verwendeten Laser. Mit dieser Technologie ist es möglich, Filme in höchster Qualität und mit vollstem Klang im heimischen Wohnzimmer zu genießen.

Nach dem Ausstieg von Toshiba aus der konkurrierenden HD DVD® wird die Blu-ray Disc™ von allen namhaften Unternehmen der Unterhaltungselektronik wie zum Beispiel Denon, LG Electronics, Loewe, Onkyo, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Sony und Yamaha vorbehaltlos unterstützt.

Filme auf Blu-ray:
Alle großen Film-Studios weltweit haben sich zur Blu-ray Disc™ bekannt. Im ersten Jahr nach der Entscheidung des „Formatkrieges“ über die Nachfolge der DVD erschienen zahlreiche neue Titel auf Blu-ray Disc™. Hinzu kamen einige Klassiker, die für ihre Umsetzung auf Blu-ray Disc™ überarbeitet wurden und so noch einmal ein völlig neues Erlebnis bieten.

Mitte 2008 hat sich der Marktanteil der Blu-ray am Gesamtverkauf aller Filme in den USA bei 10% eingependelt, mit deutlich steigender Tendenz. Es ist zu erwarten, dass Europa mit nur geringer Verzögerung die gleiche Entwicklung nehmen wird.

Bildqualität:
Neue Technologien für erweiterte Farben lassen das Bild natürlicher und brillanter erscheinen. Kinofilme auf Blu-ray Disc™ werden fast ausnahmslos mit einer Auflösung von 1.080p (1.920 x 1.080 Pixel) produziert und sorgen so für ein eindrücklicheres Filmerlebnis; das bedeutet bei gleicher Detaillierung ein mehr als doppelt so breites und doppelt so hohes Bild einer guten DVD. Dabei kommen neben dem von der DVD bekannten Videoformat MPEG-2® die für HDTV entwickelten Standards MPEG-4 AVC® und VC-1® zum Einsatz, so kann die fünffache Informationsmenge mit nur dreifacher Datenrate von 36 Mbps verarbeitet werden.

Qualitativ hochwertiger Surround Sound:
Die Blu-ray Disc™ (BD) unterstützt auch Tonformate der nächsten Generation, die ohne Verluste direkt aus den Studios kommen. So bieten Dolby® TrueHD oder DTS-HD® eine 100prozentig verlustfreie Audio-Datenkompression, womit sich bis zu 8 Surround Kanäle in voller CD-Bandbreite und höherer Qualität auf einer Sprachspur finden.

Natürlich werden auch alle bisherigen digitalen Kodierungen auf der Blu-ray Disc™ gefunden und auf Ihrer bestehenden Stereo- oder Heimkino-Anlage wiedergegeben. Viele Blu-ray Player ersetzen einfach nahtlos einen vorhandenen DVD-Player.

neue interaktive Funktionen:

Prinzipiell bietet eine Blu-ray Disc™ im Vergleich zur DVD auch einen deutlich erweiterten Funktionsumfang:

  • überganglose Menüsteuerung

  • interaktive Bonusinhalte dank BD-Java

  • Unterstützung von Picture-in-Picture Funktionen

  • Zusatzinformation über das Internet via BD-Live und Blu-ray Magic

Formatkompatibilität:
Für den Genuss der vielen Vorteile einer Blu-ray Dic™ benötigen Sie mindestens einen Blu-ray Player und ein hochauflösendes Display, am einfachsten einen modernen Fernseher mit HDready Kennzeichnung. Für den höchsten Filmgenuss ist ein FullHD TV mit HDMI Eingang obligatorisch, über ein HDMI-Kabel werden dann auch alle Tonformate an einen A/V-Receiver übertragen; Sie brauchen im Idealfall nur ein Kabel vom Player zum Receiver und von dort ein weiteres zum Display.

Für den einfachen Einsatz sind seit der zweiten Jahreshälfte 2008 auch Komplettsysteme verfügbar, die Ihre bestehende Anlage mit einem integrierten Gerät komplett ablösen, dazu benötigt man dann nur noch den hochauflösenden Fernseher oder einen FullHD tauglichen Projektor.

Blu-ray Player spielen auch CDs und DVDs problemlos ab, Sie benötigen durch integrierte Technik sogar weniger Geräte und können mit der erweiterten Funktionalität der digitalen HDMI Schnittstelle sogar Fernbedienungen sparen.

Anwendungsbereich:
Neben den eigentlichen Zielen der Blu-ray Dic™, das sind Heimkino und Spielekonsolen, findet das Medium durch die wesentlich gesteigerte Leistung zunehmend Verbreitung in Computern wie Media Center, Notebook und PC. Auch der Hobby-Filmer wird mit High Definition Camcordern und der Blu-ray Disc™ eine ganz neue Qualitätsstufe erreichen, wie die mittlerweile zweite verfügbare Generation von Videokameras zeigt.

In Übersee sind auch Blu-ray Disc™ Recorder schon gang und gäbe, die das dort verbreitete High Definition TV quasi verlustfrei aufzeichnen können. Mit Verbreitung von HDTV in Europa (Start in Deutschland 2010) ist es ohne Zweifel möglich, die erstaunliche Qualität bald auch im heimischen Wohnzimmer genießen zu können.